Schamanismus

Der Schamanismus ist eine uralte, ursprüngliche und weltweite spirituelle Praxis und Lebensphilosophie. In vielen modernen Gesellschaften rund um die Welt ging er verloren, wurde teilweise fast ausgelöscht von religiösen oder militärischen Bewegungen. Doch er hat überlebt, ist sich am erholen und findet seinen Weg zurück ins Bewustsein von Menschen die offen sind und nach Antworten Suchen. In Zentraleuropa ruhen seine Wurzeln bei den Kelten und Germanen.  

Ein Kernelement des Schamanismus ist die Annahme einer beseelten Welt, dass alles mit allem verbunden ist, die Tiere, die Pflanzen, Menschen, Steine, Seeen und Wälder. Der Schamanismus lehrt das «Gesetz» der Kooperation, dass diejenigen am meisten wachsen und sich entfalten werden, bzw. überleben, die am besten mit ihren Resoursen und mit ihrem Umfeld kooperieren und umgehen. Das Verständnis von «Gemeinsam» sind wir stark.

Jeder Mensch ist einzigartig und besitzt die Fähigkeit seine Seelenkräfte zu entfalten. Damit unterstützt er die höchsten Potenziale im Kollektiv und das Erwachen der Menschheit. 

Ein Schamane, eine Schamanin ist jemand, die bewussten Zugang hat zur Geistigen Welt, zu auserordentlichen Realitäten und Sphären. Durch bewussten Willen sich verbinden kann, hinein und wieder hinausschlüpfen kann. Ein Zugang welcher vielen Menschen verschlossen scheint.  

Ein Grundgedanke des Schamanismus ist es, das wir diese Fähigkeit alle in uns tragen, uns wieder mit unserem tiefsten Wesen verbinden können, dem inneren Meister, dem inneren Heiler. Dabei geht es darum dass wir aufwachen und erkennen, dass wir ein Teil dieser beseelten Welt sind, ein Teil dieses wunderschönen Ökosystems. Zu lernen uns selbst und Mutter Erde wieder zu vertrauen. Der Schamanismus bietet uns Möglichkeiten mit Anteilen in uns in Verbindung zu treten, bietet einen Zugang zu Bewustseinsebenen, welche uns im üblichen Alltag verwehrt bleiben.  

Schamanische Werkzeuge und Rituale

Breathwork ist der englische Ausdruck für Atemarbeit. Wie es das Wort «Arbeit» bereits andeutet, geht es dabei um bewusstes und aktives Atmen. Der Atem ist einer der deutlichsten Ausdrücke unserer polaren Welt und gleichzeitig die fundamentalste Energieresource, die wir benötigen um zu überleben. Nichts anderes bringt uns so einfach und unkompliziert ins hier und jetzt, in den präsenten Moment wie der Atem.  

So viele Kulturen rund um die ganze Welt wussten seit jeher über die Bedeutung und die imense Kraft, welche der Atem innehält. Es kam nur der westliche weisse Mensch auf die naive Idee atmen sei etwas ganz natürliches und normales und bedürfe daher keiner besonderen Aufmerksamkeit noch irgendeiner Anleitung. Doch wenn wir unsere Welt betrachten wieviele Menschen Mühe habe zu Atmen, an Atemnot leiden, physisch oder symbolisch fast ersticken, so erkennen wir sehr schnell wie fundamental wichtig der Atem eigentlich wäre und wie sehr «richtiges» Atmen den Menschen heute abhanden gekommen ist.

Wenn der Atem ruhig ist, ist der Geist ruhig.

~ Hatha Yoga Pradipika

Gleichzeitig liegt genau hier so viel Heilungspotzenzial, auf so vielen Ebenen. Den Zusammenhang zu erkennen zwischen dem Atem und so vielen unserer Zivilisationskrankheiten und ihn bewusst zu nutzen um uns wieder auszusöhnen, allem voran mit der Polatität. Es käme wohl den wenigsten Menschen in den Sinn gegen den natürlichen Impuls anzukämpfen einatmen zu wollen, oder an dem eingeatmeten Atemzug übermässig lange festzuhalten. Sollten wir es dennoch versuchen, so belehrt uns das Leben sehr schnell eines besseren indem wir ohnmächtig werden bis die natürliche Atmung von alleine wieder einsetzt.

Unser Atem ist ein Spiegel. Er reagiert auf alles, was wir im Leben erfahren.

~ Ralph Skuban

Der verbundene Atem, wie ich ihn praktiziere und anbiete, ist eine der simpelsten und gleichzeitig wirkungsvollsten Therapiemethoden die ich kenne. Man lässt einfach die Pausen zwischen Ein- und Autatmen und zwischen Aus- und wieder Einatmen einfach weg, verbindet dadurch das eine mit dem anderen sodas Ein- und Ausatmen sowie Aus- und Einatmen fliessend ineinander übergehen und dadurch ein «Flow» entsteht, ein Gefühl des fliessens: Atmen ohne Anfang und ohne Ende, fortlaufen ohne Unterbruch.  

In der Regel bedarf es zwischen 5 und 15 Minuten dieses bewussten Atmens bis der Körper übernimmt, je nach Erfahrung, Bewusstsein und Tagesempfinden. Dann erfahren wir wahre Verbindung zu uns selbst und allem um uns herum. Der Atem trägt uns auf so einfache und schöne Weise auf eine Reise durch unseren Körper ins Unbekannte, ins Unterbewusstsein, tief hinab auf Seelenbilderebene wo so viel Wachstum, Entwicklung und Heilung stadtfinden kann. Gleichzeitig mobilisieren wir unsere Selbstheilungskräfte und entschlacken und entsäuert unseren Körper dabei.  

Leben ist nicht die Zahl unserer Atemzüge, sondern die Essenz der Erfahrungen, die uns den Atem verschlagen haben.

~ Ruediger Dahlke

Heute gebe ich regelmässig «Shamanic Breathwork» Sessions an meinen Tages- und Wochenendworkshops. Zudem kann man Atemsitzungen auch im 1 zu 1 Kontext bei mir buchen.

Emotion, E-Motion, Energy in Motion, Energie in Bewegung. Das ist es was Emotionen sind, sie sind Energien die durch uns hindurchfliessen. Viel zu oft unterdrücken wir diesen Energiefluss, bewusst oder unbewusst. Schneiden uns selbst von unseren Empfindungen ab, unserem Körper und werden taub. Die wenigsten von uns haben einen gesunden Umgang damit vorgelebt gekriegt, vor allem wenn es um «intime» Emotionen und Gefühle ging wie Trauer, Schmerz, Schuld oder Scham. Ganz viele von uns haben nie gelernt auf gesunde Weise damit umzugehen  

Oft waren wir selbst oder unser Umfeld einfach nur überfordert mit allem was in uns vorgeht, ganz unabhängig davon ob es sich nun um Freude oder Schmerz, Glück oder Trauer handelte. Ganz oft war es einfachzu viel, zu unangenehn, wir fanden keinen Ausdruck, wollten «Es» weghaben, haben «Es» unterdrückt. Doch unsere Emotionen, unsere Gefühle funktionieren nicht wie ein Mischpult von einem DJ, wir haben keine Regler an denen wir drehen können, ein bisschen weniger hiervon oder ein bisschen mehr davon. Ein bisschen weniger Schmerz und Trauer und dafür ein bisschen mehr Freude und Heiterkeit. So funktioniert der menschliche Körper nicht. Wenn wir uns von unseren Empfindungen abschneiden, sie unterdrücken, tun wir dies mit all unseren Gefühlen. Den schönen wie den weniger schönen, den freudigen sowie mit den schmerzhaften.  

Menschen zu finden, die mit uns fühlen und empfinden, ist wohl das schönste Glück auf Erden.

~ Carl Spitteler

Wir beschützen uns auf diese Weise nicht nur vor negativen Gefühlen, sondern auch von Glücksmomenten. Wir haben den Zugang zu unserem Körper und seinen Empfindungen oft völlig verloren und unsere Kapazität zu fühlen ganz oft verlernt. Wir sind zu gefühlskalten Abbilder unserer Selbst geworden, welche die Gefühlswelt ganz oft nur noch in Schwarz-Weiss wahrnimmen. Dabei wäre die Gefühlswelt und unsere Kapazität zu fühlen so unglaublich gross.  

Wir dürfen unser Urteil über die Emotions- und die Gefühlswelt ablegen, unsere Vorstellung davon. Sie sind nicht endlos, «there is a bottom to reach», es gibt ein Ende des Tunnels, Sie als das wahr- und annehmen was sie sind, unser Kompass, sie sind die Sprache des Körpers. Wir dürfen unser Vertrauen in ihn wieder aufbauen. Raus aus dem Kopf und dem Verstand und wieder hinhören. Uns von unserem Körper leiten lassen, darin liegt die wahre Kunst des Menschsein. Das ganze Spektrum wieder annehmen und zulassen, unsere Kapazität für Empfinungen wieder Schritt für Schritt aufbauen und wirklich lebendig durchs Leben zu gehen.  

Ich biete an meinen Tages- und Wochenendworkshops regelmässig Sessions  zu «E-Motions» an, zum Umgang und Ausdruck unserer Emotions- und Gefühlswelt. Ein aktives «Training» um unsere Kapazität zu fühlen, zu empfinden und zu halten wieder aufzubauen. Solche «Übungsfrequenzen» sind auch im 1 zu 1 Setting buchbar.

Bücher 

  • Ralph Skuban: Atmen
  • Linda Star Wolf: Shamanic Breathwork 

Filme  

  • E-Motion  

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